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Kulturelles Leben in einem Sportverein

Was hat ein Sportverein mit kulturellen Aufgaben zu tun? Alljährlich rief Kurt Frei alle Mitglieder und die gesamte Bevölkerung zur gemeinsamen Weihnachtsfeier ins Vereinslokal Wild. Diese diente immer der Besinnung auf das Weihnachtsfest, der innigen Verbindung des SV mit der gesamten Dorfbevölkerung, dem familiären Beisammensein aller Sportfreunde sowie dem Rückblick auf ein vergangenes Jahr und der Ehrung von Mitgliedern. Besondere Mühe gab man sich bei der Gestaltung der besinnlichen Feier. Hansi Frei, Resi Daschner, Leni Wagner mit ihren Kindern, die Geschwister Mühlbauer, die Ederer-Buam und zuletzt die Geiganter Stubenmusi sind hier zu nennen. Hinzu kamen die Auftritte der Schulkinder unter den Schulleitern Kienberger, Hans Heumann und den Lehrern der Schule. Humorvolle Höhepunkte wurden immer vom Nikolaus in Erinnerung gerufen.

Lange Jahre organisierte der SV für die Kinder ein Faschingstreiben. Einem Umzug vom Bahnhof zum Vereinslokal Wild folgte die Faschingsfeier. Die Geiganter Vereine ermöglichten durch ihre Spenden Bonboneinkäufe für die Kinder. Ebenfalls lange Jahre zählte der Sportlermaskenball, der 1999 unter der neuen Vorstandschaft eine Renaissance erlebte, zu den Höhepunkten des Geiganter Faschings. Ein Eckpunkt im Vereinsleben war sicherlich die Fahnenweihe im Jahre 1969 in Verbindung mit dem 20-jährigen Gründungsfest. 58 Vereine zogen mit der Fahnenmutter Hermine Kienberger, der Fahnenbraut Gabriele Ederer und der Schützenliesl sowie dem Schirmherrn Landrat Heinrich Eiber in die Geiganter Kirche ein, wo Pfarrer Fenzl den Festgottesdienst zelebrierte.

Der SV Geigant war es auch, der das bekannte Bergfest ins Leben rief. 1972 versammelten sich erstmals Gäste am Naturparkplatz, um unter schattenspendenden Bäumen eine frische Maß Bier und eine Brotzeit zu konsumieren. Die Pioniere erinnern sich noch gut an die improvisierten Bewirtungsmöglichkeiten. Da in den folgenden Jahren auch andere Geiganter Vereine den Zuschlag bekamen, entschloss man sich, jährlich auf dem Sportplatzgelände ein eigenes Sommernachtsfest abzuhalten.

Schon ab 1959 sorgte der SV Geigant mit Theateraufführungen für die Unterhaltung der Bevölkerung. Regie führten dabei Michael Gruber, Ulrich Renner und Arnold Fleischmann. Eine glückliche Wahl bewiesen die Geiganter bei der Auswahl der Stücke, die beim Publikum immer gut ankamen. Ein Auszug aus den vielen Aufführungen: 1968 - im Frieden der Berge, 1969 - Der Satan vom Brandnerhof, 1970 - Der Wildschütz vom Hochgern, 1986 - Der Hunderter im Westentaschl, 1991 - D´Jagabraut und die Giftspritzn vom Bründlhof. Stets gelang es, für die oft schwierig darzustellenden Charactere die richtige Besetzung zu finden. Die Geiganter Theatertradition soll auch weiterhin gepflegt werden.


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