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Die Ritterschützen beim Biathlon

18.01.2008 14:00

Kategorie: Ritterschützen

Biathlon gehört in Deutschland zu den bekanntesten und erfolgreichsten Wintersportarten. Wen wunderts, dass die Weltcups in Oberhof und Ruhpolding sich von Jahr zu Jahr auf höhere Besucherzahlen einstellen müssen.

Die Jungschützen, Junioren und die Mitglieder der Mannschaften, die den Verein „Ritterschützen Geigant“ nach außen repräsentieren, wurden zur Belohnung für Ihren Einsatz vom Förderverein der Ritterschützen am vergangenen Sonntag nach Ruhpolding eingeladen. 

Auf dem Wettkampfplan standen die Verfolgungswettkämpfe der Damen und Herren. Nachdem die Platzierungen der deutschen Athleten aufgrund der vorausgegangenen Einzelrennen vielversprechend waren, war die Stimmung in der vollbesetzten Chiemgau-Arena mit mehr als 14.000 Besuchern entsprechend.

Bereits vor Beginn des Damenrennens trafen die Geiganter bereits gegen 11.00 Uhr im Stadion ein und konnten sich die besten Plätze an der Strecke aussuchen, denn die Tribüne war bereits seit Wochen ausverkauft. Der Stadionsprecher wusste die Besuchermassen zu unterhalten und die Zeit bis zum Damenstart verging wie im Fluge.

Der ausgewählte Platz bot hervorragende Sicht auf eine Video-Großwand, wo sich später das Geschehen beim Schießen verfolgen ließ sowie auf zwei sehr gut einsehbare Streckenabschnitte, wo die Sportler schon bei den Aufwärmrunden begeistert begrüßt wurden.

Dann war der Start der Damen und es herrschte einige Minuten Stille, bis Kati Wilhelm sich als Viertplazierte auf die Verfolgung der überraschend führenden Finnin Kaisa Varis machte. In Sekundenabständen starteten die weiteren Läuferinnen und es dauerte nicht lange, bis die Führenden im Schießstand eintrafen. Nach vier spannenden Runden hieß die Sensationssiegerin Solveig Rognstad aus Norwegen, aber auf den zweiten Platz kämpfte sich trotz zwei Schießfehler Kati Wilhelm und übernahm damit das gelbe Trikot von Martina Glagow.

Ohne die Leistungen der Damen schmälern zu wollen war zum Start der Herren im Stadion der Teufel los. Der führende Michael Greis wurde mit ohrenbeteubenden Anfeuerungsrufen auf die Reise geschickt, gefolgt von Biathleten, deren Namen für jeden Fan Markenzeichen sind: der Russe Maxim Tchoudow, Alexander Wolf, Daniel Graf und dann schon der beste Biathlet aller Zeiten Ole Einar Björndalen.

Als würden ihn die Zuschauer mit ihrem Jubel über tragen, flog Michael Greis förmlich über die Strecke und leistete sich erst im letzten Schießen einen Fehlschuß. Grenzenlose Begeisterung der Besucher begleiteten ihn auf der letzten Runde, der Vorsprung von 28 Sek. reichte für den Sieg. Auch die übrigen deutschen Athleten kamen mit Spitzen- zeiten ins Ziel, drei schafften es unter die besten Zehn. Ole Einar Björndalen verteidigte mit seinem 5. Platz das rote und gelbe Trikot.

Die Besucher aus Geigant waren sich einig: so eine Stadionatmosphäre muß man selbst erleben, dass bringt keine Fernsehübertragung ins Haus. Vielleicht gibt es bei entsprechendem Trainingsfleiss im nächsten Jahr wieder die Gelegenheit. Ob in diesem Tal der Alpen noch Wildtiere leben, ist kaum anzunehmen bei dem Lärm, es sei denn, auch sie sind Biathlon-Fans.


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